am ende nichts

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No Name. Another Story of Love. Moah. hier kann dein text rein hier kann dein text rein
Kapitel 4. - Ohne Dich.

Sie spürte die Tränen nicht, die ihre Wangen hinab liefen. Sie bemerkte zwar den Schleier, der sich über ihre Augen legte, doch sie schenkte dem keine Beachtung.
Es war doch egal. Alles egal. Ohne Sinn und ohne Zweck, ohne Ziel und ohne Leben.
Der Vorfall mit Bill war nun schon eine Wocher her. Die Woche brachte Schmerz mit sich, und wie sie es tat.
Nachdem Bill glaubte Cassandra hätte was mit Tom, seinem Zwillingsbruder, warf er sie aus dem Haus. Sie hätte doch alles erklären können...
Doch der Rausch benebelte sie, sie realisierte nicht dass ihr in diesem Moment der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Bill war doch ihr einzige Stütze. War...
Wie wahr es doch klingt. Jetzt hatte sie alles, und doch wieder nichts. Tagelang schloss sie sich in ihrem Zimmer ein, vermied Kontakt mit der Außenwelt,
nichtmal ihre Mutter kam an sie ran.
Sie konnte doch alleine zu Grunde gehen, wer interessierte sich schon für sie.
Mal wieder saß sie hier, in den aufgewühlten Kissen, machte sich Gedanken, Gedanken darum, wie lang sie es ohne den Stoff noch aushielt. Der Stoff...
Bill sollte eigentlich ihr Erster und Letzter Gedanke am Tag sein, doch Cassandra konnte es nicht verleugnen. Die Sucht nach den Drogen trieb sie in den Wahnsinn.
Jetzt wo Bill nicht mehr da war, konnte es ihr doch gleich sein, dachte sie.
Cassie ließ ihren Kopf erschöpft in ihre Hände fallen. Wie schrecklich sie doch aussehen musste. Ihre sonst so strahlenden Augen glichen einem elendigen Wrack, man sah ins verzweifelte Nichts.
Sie war erschöpft von den vielen Tränen, die ihren Augen in der trägen Woche schon entflohen waren. Gequält stieß sie einen Seufzer aus. So konnte es nicht weitergehen, aber was sollte sie machen?!
Ohne Tom war sie ebenfalls ein Niemand. Vielleicht sollte sie sich bei ihm melden, so oft hatte sie seine Nummer gewählt, letztendlich legte sie doch auf.
Doch jetzt war sie stark genug. Selbstsicher griff sie nach ihrem Handy, wählte Tom's Nummer und wartete bis er abhob.
"Nun geh schon ran", dachte Cassie sich aufgeregt.
Als Tom Cassie's Namen auf seinem Handydisplay aufblinken sah, nahm er verwundert ab.
"Cassie?! Schön dass du dich auch mal wieder meldest junge Dame..."
"Hey Tom, i...ich also, es tut mir Leid, aber ich dachte ich muss jetzt einfach anrufen", antwortete sie ein wenig aufgeregt. Sie durfte jetzt keine Angst haben, nicht jetzt.
Ein falsches Lachen ertönte in der Leitung "Du hast es wohl nicht lange ohne mich aushalten können, was?"
Sie konnte sein selbstbewusstes Grinsen praktisch spüren, Tom wusste genau was sie wollte.
"Haha Tom" Cassie verdrehte ihre Augen "Du weißt genau was ich will, also, treffen wir uns heute noch?", Fragte sie in der Hoffnung dass Tom bejahte.
"Moment, Moment Kleine! Denkst du eigentlich ich bin bescheuert?!", meinte er hitzig und fuhr mit seinem Gespräch fort.
"Cassie, ich bin im Moment knapp bei Kasse. Vergiss es!"
"Tom, verdammt. Ich brauch den Stoff, bitte! Ich bin am Ende, du bist meine letzte Hoffnung"
Cassie klang verzweifelt, jetzt, wo sie Tom brauchte, ließ sie ihn im Stich.
"Das ist dein Problem, kapier es. Du musstest doch das ganze Tütchen verprassen, Mensch. Wir treffen uns um 20.30 Uhr, du weißt wo. Bevor du mir hier noch die Ohren volljammerst", zischte er bevor er mit einem 'Bis dann' auflegte. Erleichtert bließ sie die Luft zwischen ihren Zähnen aus, und stand auf um sich fertig zu machen.
2.1.08 23:07
 


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